Vereinschronik 1970 - 1979
Überblick
Toggle1970 - Quo vadis FC?
Am Sportplatz werden die Rohplanierungen abgeschlossen und der Sportbund erleichtert mit seiner Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von DM 50.000 der Gemeinde die Finanzierung erheblich. Auch die Planungen für den Turnhallenbau gehen, wenn auch nur zögerlich, voran. Peter Kirchberger übernimmt von Josef Hartmann die Abteilungsleiterfunktion. Nach mehrjähriger Pause wird auch wieder Theater gespielt. Mit dem Stück »Das Glöcklein im Tale« erntet man guten Zuspruch.
1971 - Das Scheunenfest wird geboren
Wolfgang Abele wird zum Abteilungsleiter Fussball gewählt und so machen die Aktiven in diesem Jahr auch zum ersten Mal einen Ausflug nach Koloman. Die aktiven Mannschaften werden etwas durch auswärtige Spieler verstärkt. Für ein monatliches Gehalt von 200.- DM wird ein neuer Trainer angestellt. Die Errichtung einer Flutlichtanlage am Sportplatz wird in Erwartung, dass der neue Platz bald fertiggestellt ist, zurückgestellt.
Die Planungen für ein Vereinsheim am neuen Sportplatz werden konkret. Gedacht wird an ein eingeschossiges Gebäude mit Unterkellerung. Um die finanziellen Voraussetzungen für den Bau zu schaffen, wird geplant, in der im Bau befindlichen Reithalle beim Kronenwirt ein grosses Fest abzuhalten. Nachdem dieser Bau nicht fristgerecht fertiggestellt werden kann, macht Not erfinderisch. Auf Vorschlag von Erhard Heinisch wird das Fest in Haisterhofen in der Scheune des 1. Vorsitzenden abgehalten.
Das FC-Scheunenfest, welches noch viele Jahre Anziehungspunkt sein sollte, war geboren.
Trotz einer guten sportlichen Bilanz aller Mannschaften, aber leider wieder ohne den längst fälligen Aufstieg der Ersten, verlässt der im Mai gekommene Trainer den Verein gegen Ende des Jahres. Nachfolger wird Peter Weyherter.
Die Mitgliederzahl hat sich zwischenzeitlich bei etwa 200 eingependelt.
1972 - Eine erfolgreiche Zeit kündigt sich an
Zum 1.1.1972 wird die Gemeinde Röhlingen nach Ellwangen eingemeindet. Georg Gösele wird Ortsvorsteher und versichert, den Bau des Sportplatzes sowie der Turnhalle weiter voran zu treiben. Endlich wird auch mit dem Bau, dieser noch von der Gemeinde Röhlingen geplanten Halle begonnen. Auch das 2. Scheunenfest wird trotz Regen zu einem vollen Erfolg, was auch dringend notwendig ist, nachdem man trotz Turnhallenbau der Gemeinde an dem Vorhaben eines Vereinsheimbaus am Sportplatz (Kosten ca. 90.000.- DM) festhält.
Am 18. August stellt sich Anton Gutheiß als neuer Trainer vor. Die bereits bestehende Mädchengymnastikgruppe, die aus der Landjugend hervorgegangen ist, beschliesst ab 1. Januar des nächsten Jahres dem FC beizutreten. In der Spielrunde 71/72 holt die Reserve-Mannschaft in überzeugender Manier endlich den ersten Titel im Aktivenbereich.
1973 - Vom Fussballverein zum Sportverein
Einige für die weitere Vereinsentwicklung bedeutende Ereignisse prägen das Jubiläumsjahr des Vereins. Sehnsüchtig wird die Einweihung der Sechtahalle erwartet. Schon lange vorher ist man jedoch schon in vielen Bereichen rührig, um sich auf die neue Situation einzustellen und die sich künftig ergebenden idealen Sportmöglichkeiten zu nutzen.
Die seit 1969 bestehende Mädchengymnastikgruppe tritt zum 1. Januar dem FC bei. Unter Federführung von Franz Mündl hält im Frühjahr mit Unterstützung der Ringerhochburg TSV Dewangen das Ringen in Röhlingen Einzug. Eine Ringerabteilung, mit sofortigem großen Zulauf, wird gegründet.
Adolf Wenhuda wird zum neuen Schriftführer gewählt.
Maria Schlosser wird zur Abteilungsleiterin Breitensport gewählt.
Die sportliche Krönung kommt von der C-Jugend mit ihrer souveränen Meisterschaft in der Verbandsrunde 1972/73.
Einweihung Sechtahalle
Am 20. Juni wird die von Vereinsseite lang ersehnte Sechtahalle eingeweiht. Es ist wie ein Traum. Endlich, nach Jahren und Monaten Gymnastik im Kronensaal, können die Frauen und Mädchen ihre Sportstunden in einer großen Halle abhalten.
25jähriges Jubliäum
Sportplatzeinweihung
AH-Gründungsmannschaft 1973
C-Jugend-Meistermannschaft
A-Jugend
1. Mannschaft
Im September tun es die Männer den Frauen gleich. Eine Breitensportabteilung Männer wird gegründet. Hauptinitiator Alfred Jaumann übernimmt auch die Abteilungsleitung.
1974 - Der legendäre Aufstieg
Nach 16 Jahren Kassiertätigkeit gibt Leonhard Abele sein Amt an Gerhard Aldinger weiter. Der Beitrag wird von 9,– DM auf 15.– DM erhöht. Die Wahl der Abteilungsleiter erfolgt künftig durch die Abteilungen selbst.
Mit einem begeisternden 6:0 Sieg über Eigenzell schafft die 1. Mannschaft endlich den lang ersehnten Aufstieg in die B-Klasse. Mit einer zünftigen Feier in der Sechtahalle wird der bisher größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert.
Die Ringer nehmen erstmals an der Verbandsrunde teil und haben mit den üblichen Anfangsproblemen zu kämpfen.
Die Beratungen zum Bau des Vereinsheims werden, nachdem letztes Jahr aufgrund des Jubiläums nichts weiter unternommen wurde, wieder aufgenommen.
Wiederum erlebt das Scheunenfest in Haisterhofen einen einzigartigen Zulauf. Zum ersten Mal wird in der Sechtahalle eine gemeinsame Weihnachtsfeier des Vereins abgehalten.
Erstmals werden auch Finanzrahmen für die einzelnen Abteilungen kalkuliert:
- Fussball 9.000.- DM (ca. 4.500 €)
- Ringen 3.400.- DM (ca. 1.700 €)
- Frauen 900.- DM (ca. 450 €)
- Männer 650.- DM (ca. 325 €)
- Mädchen 520.- DM (ca. 260 €)
Die Mitgliederzahl hat sich, nicht zuletzt durch den grossen Zulauf in den neuen Abteilungen, auf 420 erhöht.
1975 - Einstellen auf veränderte Vereinsstrukturen
Hinsichtlich des Standorts und des Geländes für das geplante Vereinsheim gibt es zwischen Stadt und Verein unterschiedliche Auffassungen. Der Pachtvertrag wird am 25. April unterzeichnet.
Überlegungen auch Kinderturnen anzubieten, zerschlagen sich, da keine Übungsleiter zur Verfügung stehen.
Die Verteilung der finanziellen Mittel und auch die Belegungszeiten der Sechtahalle führen zu ersten, teils heftigen Diskussionen innerhalb des Vereins. Die Erweiterung der Nutzungszeiten der Halle auf das Wochenende wird beantragt.
Für den Bereich der Stadt Ellwangen wird die Gründung des Stadtverbandes sporttreibender Vereine beschlossen.
Mit Anton Abele wird die verwaiste Stelle des Fussballjugendleiters neu besetzt.
Bereits im 2. Jahr der Teilnahme an der Verbandsrunde schaffen die Ringer den Aufstieg von der Aufbau- in die Bezirksklasse. Ein großer Erfolg dieser noch jungen Truppe.
1976 - Hallenprobleme
Wiederum wird eine Satzungsänderung beschlossen. Der Bau des geplanten Vereinsheims wird zurückgestellt und auch der geplante Kauf eines Kleinbusses zerschlägt sich.
Zur Verbesserung der Trainingsbedingungen wird die Errichtung einer Flutlichtanlage mit einem Volumen von 10.000.- DM (ca. 5.000 €) beschlossen.
Die Änderung der Hallenbelegungszeiten führt zu einem Disput mit dem Ortschaftsrat und der Mädchen-Tanzgruppe. Auch die Jugendfussballer und die Tennisabteilung prangern die nur eingeschränkten Hallennutzungszeiten an.
1977 - Nationale Erfolge
Einen Wechsel gibt es an der Spitze der Fussballabteilung. Wolfgang Abele tritt nach erfolgreichem Wirken ab und übergibt das Amt in die Hände von Josef Szabo.
Mit dem Aufstieg in die Verbandsliga und einer erfolgreichen Einzelleistung von Herbert Müller (2. bei den württembergischen und 5. bei den deutschen Juniorenmeisterschaften) unterstreicht die Ringerabteilung ihren Aufwärtstrend.
Der Hartplatz hinter der Sechtahalle zeigt sich für den „weißen Sport“ als ungeeignet. Schnell wird klar, dass die Aufwärtsentwicklung der jüngsten Vereinsabteilung unweigerlich nur mit einem geeigneten Platz einhergehen kann.
Die Mitgliederzahl überschreitet wieder die 400er Grenze.
1978 - Ein Meilenstein für das Röhlinger Tennis
Bei der Jahreshauptversammlung wird eine Beitragserhöhung von 6 auf 9 Mark beschlossen. Nach nur kurzer Unterbrechung übernimmt Josef Hartmann erneut das Amt des Abteilungsleiters. Endlich wird man auch auf der Suche nach Betreuern für die geplante C-Jugend fündig, so dass der Verein den bereits seit zwei Jahren bestehenden Gedanken realisieren kann. Die Pachtdauer des Sportplatzes wird unbegrenzt verlängert, bis die Gemeinde ein Gelände zur Verfügung stellt. Ein Sturm zerstört die erst vor zwei Jahren erstellte Hütte am Sportplatz. Ein Wiederaufbau wird erforderlich. Die Resonanz auf die Gründung einer C-Jugend ist nicht groß genug; anstelle dessen wird eine B-Jugend ins Leben gerufen. Bei einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung wird als Nachfolger für den zurückgetretenen Vorsitzenden, Hans Bahle, Blasius Abele gewählt. Wegen Mangel an Bereitwilligen muss das vorgesehene Theaterspiel ausfallen, dafür wird mit dem Musikverein und dem Liederkranz eine gemeinsame Weihnachtsfeier in der »Krone« abgehalten.
Sportlich gesehen handelt es sich wieder um ein besonderes Jahr. Die 1. Mannschaft wird in der laufenden Runde wieder Vizemeister und die A-Jugend holt überlegen den 2. Meistertitel in der Vereinsgeschichte. Mit teils recht hohen Siegen lassen die beiden Mannschaften bis zum Jahresende aufhorchen. Kommt der Meistertitel der »Ersten« im Jubiläumsjahr?
Nach 4 Jahren wird eine weitere Beitragserhöhung auf 20.- DM (ca. 10 €) notwendig.
Anton Gutheiß verlässt den FC nach mehreren Jahren erfolgreicher Trainertätigkeit.
Um den Tennissport im Verein weiter voranzubringen und ihn in Röhlingen auch „hoffähig“ zu machen, wird die längst fällige Entscheidung zum Bau eigener Plätze mit einem Kostenaufwand von ca. 95.000.- DM (ca. 47.000 €) gefasst.
Die Probleme mit der Nutzung der Sechtahalle begleiten den Verein weiter. Fussball, Ringen, Breitensport, Tennis, alle wollen untergebracht sein, auch gehört sie dem FC nicht allein.
Das 30jährige Bestehen wird, wie könnte es anders sein, mit einem Fussballturnier begangen.
1979 - Sandplatzbau verschoben
Nur schwer kommt der Röhlinger Tenniszug ins Laufen. Muss die Entscheidung zum Bau der Plätze wegen mangelndem Interesse in Röhlingen aufgehoben werden?
Die Satzung wird aufgrund der vielen Änderungen der letzten Jahre neu gefasst.
Zur Pflege der Kameradschaft und zum engeren Zusammenwachsen der Abteilungen wird erstmals eine Vereinswanderung durchgeführt. In der Halle der Fa. Gerold wird das erste Herbstfest abgehalten.
Nachwuchssorgen bei den Ringern. Es gelingt nicht mehr eine Schülermannschaft zu stellen.
Die neu gegründete Mutter-Kind-Gruppe versüsst mit ihrem Auftritt die seit vielen Jahren stattfindende Jahresabschlussfeier.